Vor wenigen Tagen haben wir an dieser Stelle über zwei Länder, zwei Kulturen und ein besonderes Jahr berichtet. Inzwischen ist aus der Vorfreude längst Wirklichkeit geworden: Koffer wurden ausgepackt, erste gemeinsame Mahlzeiten gegessen, neue Orte entdeckt – und die ersten Geschichten dieses besonderen Austauschjahres sind bereits entstanden.
Yael ist in Waltrop angekommen
Seit dem 17. August lebt unsere Rotary-Austauschschülerin Yael aus Argentinien bei ihrer ersten Gastfamilie Scherpner in Waltrop. Nach der herzlichen Begrüßung am Flughafen Düsseldorf stand für sie schon bald ein ziemlich offizieller Termin an: die Anmeldung bei der Stadt Waltrop.
Und die wurde gleich zu einem besonderen Erlebnis. Yael traf dabei persönlich den Waltroper Bürgermeister, der sie herzlich in ihrer neuen Heimat auf Zeit willkommen hieß. Als Erinnerung und Willkommensgruß bekam sie eine Flagge der Stadt Waltrop geschenkt.
Ein schöner Start in ein Jahr, in dem Yael Deutschland nicht als Touristin kennenlernen wird, sondern mittendrin im Alltag: in ihrer Gastfamilie, in der Schule, mit neuen Freunden und hoffentlich vielen Begegnungen, an die sie sich noch lange erinnern wird.
Für Anna beginnt das Abenteuer Argentinien
Während Yael ihre ersten Tage in Waltrop erlebt, hat Anna die Reise in die andere Richtung angetreten.
Am Flughafen hieß es zunächst Abschied nehmen. Familie und Freunde zurückzulassen, wenn man weiß, dass man sich für viele Monate nicht sehen wird, gehört vermutlich zu den schwierigsten Momenten eines Austauschjahres. Entsprechend emotional fiel der Abschied aus. Gleichzeitig war aber auch die Vorfreude auf das groß, was vor Anna liegt.
In Santa Fe angekommen, wurde sie von ihren Gasteltern Sandra und Mauricio mit offenen Armen empfangen. Schon beim ersten gemeinsamen Frühstück konnte Anna ein wenig in ihr neues argentinisches Familienleben eintauchen.
Genau in solchen Momenten beginnt der eigentliche Austausch: nicht bei Sehenswürdigkeiten oder touristischen Programmen, sondern am Frühstückstisch, im Familienalltag und bei all den kleinen Dingen, die in einem anderen Land plötzlich ganz anders – und irgendwann vielleicht ganz selbstverständlich – sind.
Und noch ein herzliches Willkommen: Sand aus Thailand
Inzwischen durften wir noch einen weiteren Austauschschüler am Flughafen Düsseldorf begrüßen.
Sand aus Thailand ist gut in Deutschland angekommen. Seine Gastfamilie Hermens aus Castrop und rotarische Freunde warteten bereits am Flughafen, um ihn herzlich willkommen zu heißen.
Auch für Sand beginnt nun ein Jahr voller neuer Erfahrungen. Deutschland kennenlernen, eine andere Sprache sprechen, Freundschaften schließen und entdecken, wie Menschen hier leben und ihren Alltag gestalten.
Und vermutlich wird Sand dabei mindestens genauso viel über uns lernen wie wir durch ihn über Thailand.
Wenn aus Austausch Begegnung wird
Drei junge Menschen, drei Wege und drei ganz unterschiedliche Perspektiven: Yael kommt aus Argentinien nach Deutschland, Anna geht von Deutschland nach Argentinien und Sand bringt ein Stück Thailand mit zu uns.
Der Rotary-Jugendaustausch zeigt damit schon nach wenigen Tagen, worum es eigentlich geht.
Natürlich geht es um Sprache und Kultur. Aber vor allem geht es um Menschen.
Um Gastfamilien, die für einige Wochen oder Monate ihr Zuhause öffnen. Um Jugendliche, die den Mut haben, Vertrautes hinter sich zu lassen. Um Familien, die ihre Kinder auf die andere Seite der Welt ziehen lassen. Und um viele kleine Begegnungen, aus denen Verständnis für andere Lebensweisen und Kulturen entstehen kann.
Vielleicht ist genau das in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je.
Wir wünschen Yael, Anna und Sand einen wunderbaren Start in ihr Austauschjahr, viele neue Freundschaften, spannende Entdeckungen und vor allem unzählige Geschichten, die sie irgendwann mit nach Hause nehmen können.
Schön, dass ihr euch auf dieses Abenteuer eingelassen habt. Wir freuen uns darauf, euch ein Stück auf eurem Weg zu begleiten.
